Autoversicherung: Kündigung und Wechsel richtig durchführen

Für Fahrzeughalter lohnt es sich oft, ihre alte Autoversicherung zu kündigen und zu wechseln. Da sich die Konditionen auf dem Markt ständig ändern, kann eine regelmäßige Prüfung der verfügbaren Angebote Sparmöglichkeiten aufzeigen. Die Kfz-Versicherungen sind neben der privaten Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung die Policen, bei denen ein Wechsel der Assekuranz mit dem höchsten Einsparpotenzial verbunden ist. Wann und wie Sie am günstigsten Ihre bestehende Autoversicherung kündigen und wechseln können, zeigt unser Online-Vergleichsrechner. Hier erhalten Sie einen Überblick der aktuellen Angebote mit Preisangaben, die Ihrer Situation entsprechen, und können die Tarife und Leistungen übersichtlich vergleichen.

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Autoversicherungs-Wechsel: Richtige Police bestimmen

Fahrzeughalter, die über eine Kündigung der Autoversicherung und einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter nachdenken, sollten in erster Linie bestimmen, welche Kfz-Versicherung sie tatsächlich benötigen und worauf sie verzichten können. Während die Kfz-Haftpflichtversicherung, die bei einem selbstverschuldeten Unfall für den Schaden des Unfallgegners aufkommt, vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, sind andere Elemente freiwillig. Ungern verzichten Autofahrer etwa auf die Kaskoversicherung, welche Schäden am eigenen Fahrzeug übernimmt. Darin sind beispielsweise auch Schäden durch Hagelschlag und Marderbiss enthalten. Allerdings kann sich bei älteren Fahrzeugen der Umstieg von der Vollkasko- in die Teilkasko-Versicherung oder ein höherer Eigenanteil im Schadensfall in Form niedrigerer Beiträge durchaus rechnen. Auf andere Zusatzleistungen können viele Fahrzeughalter verzichten: Die Insassenunfallversicherung etwa springt finanziell ein, wenn ein Mitfahrer verletzt wird, und lohnt sich nicht, wenn der Fahrer meist allein unterwegs ist. Welche freiwillige Kfz-Versicherung sinnvoll ist, hängt also stark vom Einzelfall ab.

Welche Möglichkeiten für Kündigung und Wechsel gibt es?

Versicherte haben verschiedene Möglichkeiten, die Autoversicherung zu kündigen. Oft spielt dabei das Datum 30. November eine Rolle, doch auch weitere Gründe können eine Kündigung möglich machen.

Ordentliche Kündigung - meist zum Stichtag 30.11.

KFZ-Versicherung kündigen

Fahrzeughalter, die ihre Autoversicherung kündigen wollen, müssen in jedem Fall das Wechseldatum beachten. Die Verträge laufen meist vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres, weshalb der Stichtag, an dem die Kündigung bei der Assekuranz eingegangen sein muss, der 30. November ist. Bei einigen Gesellschaften weicht das Versicherungsjahr allerdings ab. Deshalb sollten Versicherungsnehmer sicherheitshalber einen Blick in die Vertragsunterlagen werfen, wo diese Fristen genannt werden, um das richtige Wechseldatum zu ermitteln. Ein Sonderkündigungsrecht haben die Versicherungsnehmer nur im Fall von Beitragserhöhungen, im Schadensfall und bei einem Wechsel des Fahrzeuges.

Versicherungswechsel bei Fahrzeugwechsel

Fahrzeugwechsel

Beim Fahrzeugwechsel besteht für die Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet: Für sein neues Auto übernimmt der Fahrzeughalter nicht den alten Vertrag, sondern schließt dafür bei einem beliebigen Versicherer eine neue Kfz-Versicherung ab. Der alte Versicherungsvertrag wird daraufhin zunächst auf ruhend gestellt und kann vom Käufer des gebrauchten Fahrzeugs übernommen werden. Dieser muss die Kündigung innerhalb von vier Wochen nach dem Kauf an die Versicherung schicken, um die Versicherung zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Kündigung nach Beitragserhöhung

KFZ-Versicherung

Einer der häufigsten Grunde, warum man die Autoversicherung überhaupt wechseln möchte, dürfte eine Betragserhöhung sein. In diesem Fall hat der Kunde immer ein Sonderkündigungsrecht und kann die Versicherung kündigen, auch wenn das Versicherungsjahr noch nicht abgelaufen ist. In der Regel hat der Versicherte ab Eingang der Beitragserhöhung einen Monat Zeit, seinen Vertrag zu kündigen.

Autoversicherung wechseln nach Schadenfall

KFZ-Haftpflicht

Nach einer Schadensmeldung an die Versicherung besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen. So kann der Versicherte eine Kündigung einreichen, wenn er etwa mit der Schadensabwicklung nicht zufrieden war, allerdings hat auch der Versicherer das Recht, den Vertrag zu kündigen. Meist gilt auch hier eine Sonderkündigungsfrist von vier Wochen.

Autoversicherung Kündigung und Wechsel: der Check im Vorfeld

Fahrzeughalter, die ihre Autoversicherung wechseln wollen, sollten zunächst den neuen Vertrag in trockene Tücher bringen, bevor sie die Kündigung an den alten Versicherer abschicken. Denn bei den freiwilligen Elementen wie der Kasko- oder der Verkehrsrechtsschutz können die Versicherer, anders als bei der Haftpflicht, Interessenten auch ablehnen. Etwa beim Wechsel nach einem Schadensfall könnte das durchaus vorkommen. Die Fahrzeughalter sollten also ihre Kündigung und den Wechsel rechtzeitig vorbereiten. Günstigere Anbieter können sie beispielsweise über einen Vergleichsrechner im Netz ermitteln. Hier werden die Angebote einer Vielzahl an Kfz-Versicherern gesammelt und können vom heimischen PC aus direkt miteinander verglichen werden. Erst im letzten Schritt erfolgt das Kündigungsschreiben.

Überblick: Kündigung der Autoversicherung

Diese Angaben gehören in die Kündigung

  • Name und Anschrift des Versicherten
  • Versicherungsnummer des Vertrages, der gekündigt wird
  • KFZ-Kennzeichen des versicherten Autos
  • Datum: Ab wann soll die Kündigung wirksam sein (Fristen beachten!)
  • Unterschrift auf dem Kündigungsschreiben nicht vergessen!

Download Kündigungsschreiben

Mit dem folgenden Kündigungsschreiben können Sie Ihre KFZ-Versicherung schnell und unkomplizert kündigen: Einfach das Formular ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und an die Versicherung schicken.

Kündigungsvorlage (PDF)

Tipps zum Kündigungsschreiben

Damit die Kündigung der Autoversicherung und der Wechsel der Gesellschaft reibungslos über die Bühne gehen können, müssen die Verbraucher beim Kündigungsschreiben einige Kriterien beachten. Wichtig ist vor allem, dass alle relevanten Informationen im Schreiben enthalten sind. Dazu gehören neben der Adresse des Versicherten und der Assekuranz die wichtigen Informationen zur Versicherung. Diese werden idealerweise direkt unter dem Betreff "Kündigung der bestehenden Kfz-Versicherung" aufgeführt. Neben dem Namen des Versicherungsnehmers gehören dazu auch die Nummer der Police sowie Angaben zum versicherten Fahrzeug: der Fahrzeugtyp und das amtliche Kennzeichen. Weiterhin muss das Kündigungsschreiben den Passus "fristgerechte Kündigung" enthalten und den Zeitpunkt der Kündigung benennen. Sofern die Beiträge über das Einzugsverfahren automatisch vom Konto des Versicherten abgebucht werden, darf außerdem ein Hinweis darauf nicht fehlen, dass die Einzugsermächtigung automatisch erlischt. Abschließend sollte der Versicherte eine schriftliche Bestätigung des Eingangs und der Wirksamkeit der Kündigung für seine Unterlagen anfordern.